genealogie.de und Konsorten. Millionen Abzocke mit automatischem Abzockterminator.
9. Juli 2007
Wie ich bereits hier berichtete bin auch ich auf genealogie.de reingefallen worden. Nun wollte ich es nicht auf sich beruhen lassen und den Mahnbescheid abwarten sondern selbst aktiv werden um meinen Gegner etwas kennen zu lernen. Auf anderen Seiten habe ich bereits mehrfach gelesen das auf Beschwerden und Anfragen immer wieder die selben ollen Textbausteine von genealogie.de verschickt werden. Das kam mir komisch vor….
Nun ist es so das ich mal aktiv bei Ebay tätig war und auch solche Kaufabwicklungssysteme kenne wie z.B. Afterbuy. Diese Systeme helfen dem einfachen Kaufmann viele viele Geschäfte abwickeln zu können durch Automation. Wenn der Kunde im System gelandet ist braucht man nur noch die Kontoauszüge zu importieren und das System erkennt wer bezahlt hat und wo man die Pakete rausschicken kann. Zahlt der Kunde nicht bietet das System die komplette Mahnabwicklung bis zum Inkasso und dem Mahnbescheid an. Danach muss dann der Rechtsanwalt halt klagen.
Nun, um eine Theorie zu überprüfen schicke ich nun seit einer Weile im Minutentakt (so 2-3 Min.) Beschwerden und Widersprüche an genealogie.de. Auffällig ist das diese nach und nach doch tatsächlich vom System mit Ticketnummern versehen werden und halt mit den bekannten stupiden Textblöcken beantwortet werden. Mahnterror halt.
Allerdings kann ich bezeugen das andere Firmen auf diese Methoden ganz anders reagieren. Wie sie auch alle heissen: T-Com, Versatel etc. pp. nach der hundersten Beschwerdemail/Fax/Brief werden die irgendwann nervös und ein Teamleiter meldet sich und bittet um Unterlassung. Nicht so aber genealogie.de. Die, die am wenigsten arbeiten wollen für ihr Geld bearbeiten hunderte von Beschwerden von einem ollen Knallkopp wie mir? Komisch.
Ich glaube, genealogie.de und die anderen vielen gleich aufgebauten Seiten ist ein superausgeklügeltes vollautomatisches Abzocksystem. Man hat quasi Konversation mit einer Maschine, einem Abzockterminator, einem Bot. Dieser durchläuft mit dem “Kundendatensatz” das komplette Mahnverfahren bis zum Inkasso/Mahnbescheid und beantwortet Anfragen durch Schlüsselworterkennung mit Textblöcken.
Wenn es dann soweit ist ein Inkasso/Anwalt einzuschalten werden dann sicher die Daten an einen externen Diensleister abgegeben. An diese Inkassovereinigungen sind dann meist freie Anwälte angeschlossen denen dann die “Aufträge” zugeteilt werden und dort werden dann im großen Maßstab die Anwaltsbriefe erstellt, ganz genau wie beim Afterbuy System.
An dieser Stelle hat man es vermutlich das erste mal mit “Menschen” im eigentlichen Sinne zu tun, nämlich den Anwälten die sich diese Aufträge zuteilen lassen. Ob sie von dem Betrug wissen oder nicht ist erstmal Nebensache. Der Anwalt kriegt die Aufträge vom Inkassobüro.
Und das solch ein System garantiert nicht für ein paar hundert “Kunden” aufgebaut wird, kann sich wohl jeder selbst ausdenken. Ich glaube auch nicht, das sich das auf Deutschland beschränkt. Theoretisch würde es reichen wenn 1 findiger Programmierer dahinter steckte. Warscheinlicher ist aber eine kleinere Gruppe die sich warscheinlich kaputt lachen wenn sie das hier lesen.
Fassbar scheinen die Betreiber jedenfalls seit Jahren nicht zu sein. Es gelingt ihnen sogar seit Jahren leerstehende Büros in Deutschland zu unterhalten und als Briefkastenfirma zu nutzen ohne das Einhalt geboten wird. Darum ist der beste Weg Stress aus dem Weg zu gehen vor dem klicken einmal nachzudenken obwohl selbst das nicht mehr schützt.
Wenn ein Datensatz bekannt wird (Name, Adresse, etc.) wird er einfach eingepflegt und mit Mahnungen überpflastert, komme was da wolle. Und immer mehr private Websites werden Impressumspflichtig.
Na dann. Prost Deutschland.
